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Letzte Änderung:
24.11.2017, 19:09


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Wasseranalytik

Feststellen der Wasserchemie

Ein Großteil der Teiche, in denen der fränkische Karpfen abwächst, wird durch Oberflächenwasser gespeist, oder es sind reine Himmelsteiche, die nur gefüllt sind, wenn reichlich Niederschlag vorhanden war und ist. Der Lebensraum der Fische ist nun einmal das Wasser. Stimmt die Qualität des Wassers nicht, ist die Gesundheit und dadurch die Qualität der Fische gefährdet. Bedingt durch das Wetter (Wärme, Kälte, Regen) und anderen Faktoren, z.B. Ausschwemmung von Düngung in der Landwirtschaft, ist das Wasser physikalischen und chemischen Schwankungen unterworfen. Um die Wasserqualität zu beurteilen und optimieren zu können, werden chemische (kolorimetrische) und elektrometrische Meßmethoden angewandt. Folgende Parameter sind für die Fischerei besonders wichtig. Sie sind jedoch stets im Zusammenhang zu beurteilen.

   
 

Wassertemperatur

  • Fische bevorzugen Gewässer mit bestimmten Temperaturbereichen. Werden diese unter- oder überschritten, stellen die Fische die Nahrungsaufnahme und damit das Wachstum ein. Die Temperatur des Wassers ist aber auch als wichtiger Faktor zur Beurteilung anderer Parameter, wie z.B. O2-Sättigung, NH4/NH3 und pH zu sehen.
  • Sauerstoff
  • Im Teich spielt der Sauerstoff eine wichtige Rolle für den Abbau von Stoffwechselprodukten (Nitrifikation) und für die Verdauung des Futters. Elektrometrische Bestimmung mit Oximeter oder Titrationsverfahren.
  • pH
  • Zu niedrige pH-, bzw. zu hohe pH-Werte können zu Schädigungen der Kiemen und Schleimhäute führen. Elektrometrische bzw. kolorimetrische Bestimmung.
  • NH4
  • NH4-Werte in Verbindung mit hohem pH-Wert und hoher Wassertemperatur: Vergiftung der Fische durch NH3 Bildung. Auslösefaktor für Kiemennekrose. Kolorimetrische Bestimmung.
  • SBV
  • Um die Naturertragsfähigheit des Teiches festzustellen. Hoher SBV guter Naturzuwachs, niedriger SBV schlechter Natuzuwachs. Titrationsbestimmung.

Im Bedarfsfall erfolgen weitere Untersuchungen auf NO2 (hoher NO2- und niedriger pH-Wert: Blockierung der O2-Aufnahme), NO3 u. PO4. Kolorimetrische Bestimmungen.

Ungünstige chemische Wasserverhältnisse können einerseits zu direkten Schädigungen der Fische führen, anderseits begünstigen sie aber auch den Ausbruch von Infektionskrankheiten.

 

 

 

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